Sozialraumläufer*innen in Hamburg-Mitte: Verdrängung statt sozialer Lösungen

Die Fraktion Die Linke in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat die Große Anfrage Drucksache 23-1510 zu den Sozialraumläufer*innen zur Debatte in der heutigen Sitzung der Bezirksversammlung angemeldet.

Die Antwort des Bezirksamtes vom 1. April 2026 lässt zentrale Fragen offen - insbesondere zu Finanzierung, personeller Konzeption, Gesamtkosten sowie der Begründung weiterer Aufstockungen.

Zugleich wird deutlich: Die Sozialraumläufer*innen werden über einen externen Träger eingesetzt, die Steuerung und Gesamtverantwortung liegen jedoch seit dem 1. November 2025 im Bezirksamt Hamburg-Mitte.

Während soziale Hilfen gekürzt werden, werden ordnungsnahe Strukturen ausgebaut - ohne Evaluation und ohne nachvollziehbaren Wirksamkeitsnachweis.

Für Die Linksfraktion ist klar: Statt in wirksame soziale Hilfen zu investieren, werden Ressourcen in Kontrolle und Verdrängung verschoben - ohne transparente Kosten, ohne Evaluation und ohne Nachweis von Wirksamkeit. Das ist keine Lösung, sondern die bloße Verlagerung von Problemlagen. Menschen werden verdrängt, während viele vom Hilfesystem weder erreicht werden noch Zugang und Anspruch darauf haben.“ So Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Hamburg-Mitte.

Die Fraktion fordert Transparenz über Kosten, Ziele und Wirkung sowie eine politische Bewertung der Auswirkungen in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte.