Die Linke wirkt: Inklusionskonferenz kommt – trotz Blockade und Verwässerung durch die Koalition
Die Linksfraktion Hamburg-Mitte hat sich mit ihrer Initiative zur Einführung einer Inklusionskonferenz durchgesetzt – kritisiert jedoch das Vorgehen der Koalition scharf. Der Antrag der LINKEN wurde über Monate hinweg verschoben. Ziel war ein klarer, partizipativer Prozess zur Erarbeitung eines Inklusionsbeirates, der Inklusion im Bezirk strukturell verankert und auf allen Ebenen vertritt. Am 19.03.2026 hat die Koalition nun einen eigenen Antrag beschlossen, der zentrale Inhalte übernimmt – jedoch deutlich abgeschwächt und ohne klare Verbindlichkeit.
Dazu erklärt Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion Hamburg-Mitte: „Unser Ziel ist klar: eine Inklusionskonferenz, die konkrete Ergebnisse liefert - und in der Konsequenz einen Inklusionsbeirat schafft.
Echte Teilhabe entsteht nicht durch Vorgaben von oben, sondern muss gemeinsam erarbeitet werden. Genau dafür haben wir gekämpft. In anderen Bezirken wie Eimsbüttel und Bergedorf gibt es bereits Inklusionsbeiräte oder sie sind im Aufbau. Dort zeigt sich, wie wichtig verbindliche Beteiligungsstrukturen sind. Das Vorgehen der Koalition in Hamburg-Mitte stößt daher auch dort auf Unverständnis.“
Susanne Morgenstern, Abgeordnete der Linksfraktion Hamburg-Mitte und Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport kritisiert: „Die Koalition hat unseren Antrag monatelang verzögert – und übernimmt ihn jetzt in abgeschwächter Form. Das ist widersprüchlich, gerade weil Inklusion im Koalitionsvertrag fest verankert ist.“
Für die Linksfraktion ist klar: Inklusion im Bezirk ist vielfältig und voller Barrieren – umso wichtiger ist eine echte, strukturelle Teilhabe.
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