2,7 Millionen Euro für Sozialraumläufer*innen – soziale Infrastruktur wird gleichzeitig abgebaut

Die Linksfraktion Hamburg-Mitte kritisiert die Finanzierung der Sozialraumläufer*innen im Bezirk Hamburg-Mitte. Laut parlamentarischen Anfragen (Drs. 23-1510 und 23/3780) kostet die Maßnahme inzwischen rund 2,7 Millionen Euro bei einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten - nach zuvor etwa 954.000 Euro.
 

„Hier wird steckt der Senat viel Geld in ein Instrument gesteckt, das keine nachhaltige Hilfe bietet“, erklärt Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin.

Gleichzeitig wird die soziale Infrastruktur geschwächt: Straßensozialarbeit wird reduziert, und bei Trägern wie der Diakonie stehen Stellen und Angebote unter Druck.  und es gibt keine unabhängige Evaluation. Dennoch werden Millionen investiert. „Hier geht es nicht nur um Projekte, sondern um konkrete Lebensrealitäten - Hilfen und Arbeitsplätze hängen direkt zusammen. Wenn Träger Mittel verlieren, verschwinden nicht nur Angebote, sondern auch Fachkräfte und gewachsene Vertrauensstrukturen.“

Die Sozialraumläufer*innen verfügen über keine sozialpädagogische Ausbildung, haben nur Jedermannsrechte. „Das ist eine klare Fehlpriorität“, so Nora Stärz. „Mit diesen Mitteln könnten wir Wohnraum schaffen, psychosoziale Hilfen ausbauen und professionelle soziale Arbeit stärken - also genau das, was Menschen wirklich brauchen.“


Die angesprochenen Anfragen können Sie im Netz nachlesen: