Hitzeschutz in Hamburg-Mitte: Linksfraktion fordert besseren Zugang zu Trinkwasser und kühlen Orten
Die Linksfraktion Hamburg-Mitte hat in der Bezirksversammlung einen Antrag zur Verbesserung des Hitzeschutzes eingebracht. Der Antrag wurde auf der Sitzung der Bezirksversammlung am 25. Juni angenommen.
Die Fraktion warnt vor anhaltenden Defiziten im Umgang mit steigenden Hitzetagen. Besonders wohnungs- und obdachlose Menschen sowie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind stark gefährdet. Während viele Menschen bei Hitze auf Wohnungen oder andere geschützte Räume ausweichen können, fehlt diese Möglichkeit für obdachlose Menschen vollständig.
„Es reicht nicht, wenn einzelne Wasserstellen nur eingeschränkt nutzbar sind oder nachts schließen. Refill-Angebote und kühle Orte müssen jederzeit niedrigschwellig zugänglich sein - das ist das Minimum“, sagt Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion Hamburg-Mitte.
Weiter erklärt Nora Stärz: „Der öffentliche Raum ist auf extreme Hitze weiterhin nicht ausreichend vorbereitet. Gleichzeitig fehlen verlässliche, niedrigschwellige Rückzugsorte. Für Menschen ohne Wohnung bedeutet das, dass sie der Hitze praktisch schutzlos ausgesetzt sind. Hitzeschutz ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht dem Zufall, freiwilligen Strukturen oder ehrenamtlichem Engagement überlassen bleiben, sondern ist eine klare Aufgabe der öffentlichen Hand.“
Im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Antrag der Linksfraktion noch abgelehnt. Angesichts der weiter steigenden Hitzebelastung kritisiert die Fraktion, dass notwendige Maßnahmen weiterhin zu langsam umgesetzt werden und vulnerable Gruppen dadurch strukturell benachteiligt bleiben.
Die Linksfraktion betont, dass es jetzt konkrete, niedrigschwellige und schnell umsetzbare Maßnahmen brauche, um den Hitzeschutz im Bezirk spürbar zu verbessern.
Dateien
- PM_260702_Hitzeschutz_im_Bezirk_Hamburg-Mitte_verbessern.pdf
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