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Bücherverbrennung 1933 in Hamburg-Mitte – Kulturausschuss schafft Klarheit für neuen Erinnerungsort

Der Kulturausschuss in Hamburg-Mitte hat beschlossen, die Initiative der Geschichtswerkstatt St. Georg zur Sichtbarmachung der Bücherverbrennung vom 30. Mai 1933 zu unterstützen. Der Beschluss erfolgte nach einem entsprechenden Antrag der Linksfraktion und der Volt-Fraktion.

1933 brannten im gesamten Deutschen Reich Bücher, die nicht in das Weltbild der NSDAP passten. Diese Veranstaltungen sollten die kulturelle Gleichschaltung sichtbar und öffentlichkeitswirksam inszenieren. Lange Zeit ging die Öffentlichkeit in Hamburg davon aus, dass es in Hamburg-Mitte keinerlei solcher Bücherverbrennungen gegeben hatte. Über Jahre wurde nämlich das Lübeckertorfeld, das am 30. Mai 1933 Schauplatz einer Bücherverbrennung war, falsch verortet. Der historische Platz lag zwischen der Wallstraße und dem damaligen Lübecker Thor (heute Berliner Tor) und gehört klar zu Hamburg-Mitte.

Heute befindet sich dort ein Gebäudekomplex der HAW. Die Geschichtswerkstatt setzt sich seit Jahren dafür ein, dass diesem Ort angemessen erinnert wird.

Dazu Antonia Ivankovic, Mitglied der Linksfraktion in Hamburg-Mitte: „Hier fand eine NS-Inszenierung statt, die keinesfalls unbedeutend für die Geschichte unserer Stadt und unseres Bezirks ist. Dass dieser Ort Jahrzehnte falsch verortet wurde, zeigt, wie brüchig Erinnerung sein kann, wenn sie nicht aktiv gepflegt wird. Wir danken der Geschichtswerkstatt St. Georg für ihre Arbeit und ihr Engagement, damit die Geschichte nicht vergessen bleibt.“
 

Dazu Sarah Veigel, Mitglied der Volt-Fraktion in Hamburg-Mitte: "Erinnerungskultur heißt nicht nur, der Vergangenheit zu gedenken – sie heißt, Verantwortung dafür zu tragen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Gerade jetzt, wo Rechtsextreme wieder Zulauf haben, ist das wichtiger denn je."

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