SAGA will bezahlbaren Wohnraum abreißen
Als Ersatz von 179 Wohneinheiten sollen 300 neue entstehen. Die Mieter*innen sollen schon dieses Jahr ausziehen, das Bauvorhaben soll aber erst 2029 beginnen. Hinzu kommt, dass die SAGA Reparaturarbeiten nicht vollumfänglich nachgekommen ist. Und nun heißt es, dass eine Sanierung der Häuser in Billstedt zwischen Möllner Landstraße und Cottaweg sich nicht mehr lohnen würde.
Gerüchte über einen Abriss ihrer Wohnungen sind die Mieter*innen schon seit Jahren gewohnt. Erst im Januar hatte Die Linke deswegen eine Mieter*innenversammlung genau zu diesem Thema gemacht, weil ein Vorbescheid zu Neubauplänen an die Nachbarschaft herangetragen wurde. Damals hatte die SAGA noch in einem Rundschreiben versucht zu beschwichtigen, nur, um am 2. Februar die Mieter*innen dann doch mitzuteilen, dass ihre Häuser abgerissen werden.
Die SAGA behauptet, dass ein Erhalt der Häuser nach der Abwägung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte nicht möglich wäre. Das gehe aus einer internen Prüfung hervor. Wie groß die geplanten Wohnungen und wie teuer sie sein werden, könne nach aktuellem Stand noch nicht gesagt werden.
Antonia Invankovic, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke zu dem Vorgang: „Das Vorgehen der SAGA ist leider sehr intransparent. Wenn schon bezahlbarer Wohnraum abgerissen werden soll, sollte man auch wissen, wie teuer der neue sein wird. Ob es sich um den günstigsten 1. Förderweg (Anfangsmiete 7,85/qm) handelt oder aber um den teuersten 3. Förderweg (Anfangsmiete 12,95/qm), macht einen entscheidenden Unterschied. Die Mieter*innen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne, dass alle Ergebnisse über die Prüfung ihrer Häuser offen auf den Tisch gelegt wurden.“
Das Ergebnis einer Anfrage der Bezirksfraktion zu den Planungen der SAGA finden sie hier:
https://sitzungsdienst-hamburg-mitte.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1019837

