Die Linke erklärt Solidarität mit dem Aktionscamp auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz
Anlässlich des Aktionscamps „Die Straße ist kein Zuhause – Obdachlosigkeit abschaffen jetzt!“ vom 31.03. bis 05.04.2026 am Gerhart-Hauptmann-Platz erklärt die Linksfraktion Hamburg-Mitte ihre Solidarität mit dem Bündnis „Solidarität statt Ausgrenzung“.
Die Situation rund um den Hauptbahnhof und den Hansaplatz zeigt: Soziale Probleme werden weiter zunehmend ordnungspolitisch behandelt. Statt Armut zu bekämpfen, werden betroffene Menschen durch Kontrollen, Platzverweise und Aufenthaltsverbote aus dem öffentlichen Raum verdrängt.
Dazu erklärt Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion Hamburg-Mitte:
„Was wir hier sehen, ist keine Sozial- oder Sicherheitspolitik, sondern eine Politik der Verdrängung. Sie führt zu Kriminalisierung, Ausgrenzung und struktureller Diskriminierung – besonders gegenüber wohnungs- und obdachlosen und migrantisch gelesenen Menschen. Eine Stadt wie Hamburg hat die Mittel, Obdachlosigkeit wirksam zu bekämpfen – was fehlt, ist der politische Wille.“
Die aktuellen Maßnahmen verschärfen die Lebensrealität der Betroffenen. Notwendige Hilfsangebote werden nicht ausreichend ausgebaut und durch ordnungspolitische Eingriffe geschwächt. Gleichzeitig fließen Ressourcen in Kontrolle und Verdrängung, die in sozialer Infrastruktur, Unterstützungsangeboten und Einrichtungen dringend benötigt werden. Bund und Senat tragen mit ihren Kürzungen zusätzlich dazu bei, Hilfesysteme sowie soziale Arbeit und Arbeitsplätze zu gefährden.
Das Aktionscamp setzt ein wichtiges Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine soziale Stadtentwicklung.
Dateien
- PM_260330_Solidaritaet_mit_Aktionscamp_auf_Gerhart-Hauptmann-Platz.pdf
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