8. März als gesetzlicher Feiertag: Hamburg darf nicht länger warten

Die Linksfraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte fordert die Einführung des 8. März – des Internationalen Frauen- und Feministischen
Kampftags – als gesetzlichen Feiertag in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Dazu erklärt Nora Stärz, Co-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Hamburg-Mitte und sozialpolitische Sprecherin:
„Der 8. März ist kein Wohlfühl-Feiertag und kein bloßes Erinnern an historische Erfolge. der Er ist ein Tag des Widerstands gegen patriarchale Gewalt, soziale Ungleichheit und rechte Angriffe. Gerade jetzt, da Gleichstellung bedroht und gewaltsam angegriffen wird, Bildungs- und Präventionsangebote systematisch abgebaut, Armut und patriarchale Gewalt zunehmen und rechter Terror massiv steigt, braucht Hamburg ein klares, verbindliches feministisches Signal.“

Die aktuellen Lagebilder des Bundeskriminalamtes zeigen steigende Zahlen geschlechtsspezifischer Gewalt. Nahezu täglich wird ein Femizid verübt.
Gleichzeitig werden Mittel für Präventionsarbeit, politische Bildung, Integrationskurse, Kinder- und Jugendarbeit sowie der Fonds sexueller Missbrauch gekürzt. Schutzräume bleiben unterfinanziert, Bildungsangebote werden geschwächt, soziale Sicherungssysteme ausgehöhlt.

„Während rechte Kräfte patriarchale Rollenbilder propagieren und Gleichstellungspolitik angreifen, werden genau die Strukturen abgebaut, die Schutz und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Der 8. März als gesetzlicher Feiertag wäre ein deutliches politisches Bekenntnis zu Schutz, sozialer Gerechtigkeit und einer solidarischen Stadtgesellschaft.“

Andere Bundesländer sind vorangegangen - Berlin 2019, Mecklenburg- Vorpommern 2023. Hamburg darf nicht länger warten.

Dateien

Verwandte Nachrichten