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Firma mit NS-Vergangenheit soll in ein Gebäude mit Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof ziehen

Die Firma Wintershall Dea ist heute der größte Öl- und Gasproduzent. Während des Nazi-Regimes war das Unternehmen aktiv tätig. Nun soll der Konzern in ein Gebäude mit dem Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof ziehen. Ein Schlichtungsversuch des Senats ist bisher gescheitert. Das Auschwitz-Komitee, die Rom und Cinti Union und der Landesverein der Sinti haben in einer Stellungnahme ihren Austritt aus dem Meditationsverfahren bekannt gegeben.
Gefordert wird von den Opferverbänden nun, den Einzug der Firma zu verhindern. Die Firma gehört heute zu 67% der BASF, einem Nachfolgeunternehmen der IG Farben, die während des Nazi-Regimes das Zyklon B in die Vernichtungslager lieferte und so für das millionenfache Sterben mitverantwortlich ist.


Dazu die Vorsitzende der LINKSFRAKTION Hamburg-Mitte, Ina Morgenroth: „Die Linksfraktion Hamburg-Mitte verfolgt diesen Prozess schon seit Längerem und hatte mit einem entsprechenden Antrag versucht, den Einzug der Firma Wintershall zu verhindern. Dass eine Firma mit dieser Vergangenheit nicht Tür an Tür mit einer Gedenkstätte leben kann, bedarf keiner weiteren Erläuterung. So etwas ist vollkommen widersinnig und geschichtsvergessen und für die Opfer, ihre Nachkommen und die Gesellschaft nicht tragbar.“


Die Interessen von privaten Investoren dürfen nicht über die Bedürfnisse von Opferverbänden der Shoah gestellt werden. Der Senat muss hier reagieren und den Einzug verhindern.

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