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Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließt: Im Sinne Esther Bejaranos – den 8. Mai zum Gedenktag machen!

Mit Stimmen der LINKEN, der GRÜNEN, der SPD, der CDU und der FDP hat sich die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte in einem von diesen Fraktionen gemeinsam getragenen Antrag dafür ausgesprochen, der Befreiung von Nationalsozialismus zu gedenken und den Hamburger Senat und die Hamburger Bürgerschaft aufzufordern, den 8. Mai zu einem Gedenktag zu erklären.

Der Antrag war auf Initiative der Fraktion DIE LINKE zustande gekommen und nimmt das Vermächtnis Esther Bejaranos auf, die erklärt hat:
„Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederlage des NS-Regimes. Wie viele andere aus den Konzentrationslagern wurde auch ich auf den Todesmarsch getrieben. Erst Anfang Mai wurden wir von amerikanischen und russischen Soldaten befreit. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“ Nach der erfolgreichen Etablierung der „Woche des Gedenkens“ und der diesjährig erstmaligen Auslobung des Preises „Verantwortung – damals und heute“ setzt die Bezirksversammlung Mitte ein weiteres Signal für eine lebendige Erinnerungskultur.

Dazu Jürgen Olschok (Mitglied DIE LINKE in der Bezirksversammlung Mitte): „Ich freue mich, dass es in der Bezirksversammlung einen breiten Konsens gab, den 8. Mai zu einem Gedenktag zu machen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Bezirksversammlung Mitte sich analog den Bezirksversammlungen in Eimsbüttel, Wandsbek und Hamburg-Nord auf einen Feiertag, 8. Mai verständigt hätte. Nun sind der Senat und die Bürgerschaft aufgefordert zu handeln.“

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