28. Juni 2016

HADAG-Fähre als Linienverkehr begreifen und über Unregelmäßigkeiten rechtzeitig informieren

Antrag öffentlich

Fraktion DIE LINKE

Drucksachen–Nr.: 21-2371

Datum: 28.06.2016

Beratungsfolge

Gremium 

Datum

Öffentlich

Regionalausschuss Finkenwerder

28.06.2016

 

HADAG-Fähre als Linienverkehr begreifen und über Unregelmäßigkeiten rechtzeitig informieren


Sachverhalt:

Am frühen Nachmittag des 17.06.2016 (etwa 14 bis 15 Uhr) wurde bei Hochwasser das Riesen-
Kreuzfahrtschiff „Queen Mary 2“ von der Werft Blohm und Voss ausgedockt. Zu diesem Zweck wurde der gesamte Schiffsverkehr rund um den Anleger Landungsbrücken unterbrochen. Die Landungsbrücken 1 bis 8 waren mit Absperrband gesperrt. Der Zugang zu den Brücken wurde durch unzählige Schaulustige behindert. Die zur Sicherung der Absperrungen abgestellten Polizisten informierten alle Fragenden bereitwillig darüber, dass die HADAG-Fähren, insbesondere die Linie 62, ab Brücke 10 fahren würde. Über die Dauer der Sperrung konnte aber niemand Auskunft geben. Bei Brücke 10 lag ein Großsegler, das Anlegen von HADAG-Fähren war nicht möglich. Die Beschäftigte in dem dort befindlichen Kassenhäuschen für Ausflugsfahrten antwortete auf Fragen mürrisch, es würde ab Brücke 10 keine Fähre fahren, man müsse zum Fischmarkt laufen. Unter der Telefonnummer der HADAG nahm niemand das Telefon ab, die Service-Hotline des HVV wusste von nichts und gab bereitwillig die Telefonnummer der HADAG heraus. Die Verzögerung der Fahrt nach Finkenwerder - durch die unkoordinierte Durchführung der Maßnahme und die mangelnde Information darüber - betrug für unzählige Pendler (Feierabendverkehr) durch die Notwendigkeit des Umwegs über Altona mindestens 45 Minuten.


Petitum/Beschluss:

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss Finkenwerder folgendes beschließen:

  1. Der Regionalausschuss Finkenwerder bittet die Verwaltung bei den zuständigen Stellen erneut vehement darauf hinzuweisen, dass es sich bei den HADAG-Fähren, insbesondere bei der Linie 62, um Linienverkehr handelt, der in erheblichem Maß von Pendlern genutzt wird. In diesem Zuge ist darauf hinzuwirken, dass zukünftig in Fällen von derart einschneidenden und vor allem absehbaren Unregelmäßigkeiten im Fährverkehr frühzeitig (mindestens 3 Werktage im Voraus) und umfassend (beeinträchtigte Linien, Ausmaß sowie Zeitraum der Beeinträchtigung) mit großen, deutlich als Hinweise erkennbaren, gut lesbaren Aushängen an allen vermutlich betroffenen Fähranlegern sowie bei Nachfrage über die einschlägigen Telefonnummern informiert wird.

  2. Nach Möglichkeit ist auch in den U- und S-Bahnen, die die Landungsbrücken anfahren,
    entsprechend zu informieren.

  3. Die Bezirksversammlung wird um Bestätigung gebeten.