12. Januar 2012

SKANDAL IM SPERRBEZIRK ST. GEORG.


Weitere Repressionen und Kriminalisierungen gegen die Sexarbeiterinnen in St. Georg geplant.

DIE LINKE Bezirksfraktion Hamburg Mitte kritisiert die Pläne des Senats, durch ein „Kontaktverbot“ den Straßenstich „einzudämmen“.


Mit einem Ordnungsgeld  von 5000 Euro für Freier soll nun endgültig der Straßenstrich am Steindamm und am Hansaplatz verschwinden.
Markus Schreiber, Bischoff Jaschke und die Hotelbetreiber am Bahnhof sind begeistert. Die Erfahrungen und das Wissen der Beratungseinrichtungen für Prostituierte „Ragazza“ , „Sperrgebiet“ und „Ver.di“ scheinen dabei niemanden zu interessieren. Hier geht es um die saubere Fassade. Saubere Plätze und saubere Straßen …


Was sich in Hotelzimmern, dunklen Ecken und Privatwohnungen an Brutalität gegenüber den Sexarbeiterinnen abspielt, ist kein Thema. Hauptache nicht in der Öffentlichkeit und nicht auf der Straße. Denn es geht ums Geschäft und da ist der äußere Anschein entscheidend.


Christine Detamble-Voss, Bezirksabgeordnete in Mitte, fordert: „Diese Politik ist von einer unerträglichen Doppelmoral geprägt. Die Sperrgebietsverordnung muss weg .Wir brauchen ein Zeugenschutzprogramm für Sexarbeiter/Innen. Nur so kann gegen brutale Freier, Zuhälter und deren Organisationen vorgegangen werden“. Die Frauen und Männer, die mit Sexarbeit ihr Geld verdienen, brauchen Schutz und Rechte.
Christine Detamble-Voss: „Dann wird es auch nicht mehr die unwürdigen Szenen am Steindamm und Hansaplatz geben.“

Rückfragen: Christine Detamble-Voss