6. Dezember 2019

Bekennt sich auch Mitte zu einem ganztägig offenen Winternotprogramm?

Im Ausschuss für Sozialraumentwicklung der Bezirksversammlung Hamburg Mitte wird auf
Antrag der Fraktion DIE LINKE am 12.12.2019 die Tagesöffnung der Einrichtungen des Winternotprogramms diskutiert. An der öffentlichen Vorstellung der jeweiligen Positionen nehmen neben Vertreter*innen der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie, Integration Hamburg und fördern&wohnen auch Vertreter*innen der Wohnungslosenhilfe teil, unter anderem Stephan Karrenbauer von hinz&kunzt.


Auch wenn in Hamburg die Behörde für Arbeit , Soziales, Familie, Integration für das Winternotprogramm zuständig ist, können die Bezirksversammlungen hier ein deutliches Signal senden. Die Bezirksversammlung Altona hat sich bereits im Januar 2019 einstimmig für eine ganztägige Öffnung der Einrichtun gen des Winternotprogramms ausgesprochen. Wird Mitte nun nachziehen?


Die Menschen, die auf Hamburgs Straßen leben, sind aufgrund ihrer Lebenssituation häufig physisch und psychisch erschöpft und benötigen auch tagsüber Wärme und Ruhe. Dr. Stephanie Rose, Sprecherin für Soziales der Fraktion DIE LINKE Hamburg Mitte sagt dazu:
„Das Thema betrifft vor allem den Bezirk Mitte, seine vielen Beratungsstellen und Unterkünfte des Winternotprogramms und ich wünsche mir, dass wir es schaffen von hier ein klares Signal an die Sozialbehörde zu senden! Vier Menschen sind im letzten Winter auf der Straße in Hamburg verstorben. Das Winternotprogramm muss daher dringend ganztätig für alle obdachlosen Menschen offenstehen!“


Auch Stefan Karrenbauer betont:
„Wir von Hinz &Kunzt werden nicht locker lassen, die Öffnung des Winternotprogramms immer wieder einzufordern. Denn eines ist klar: Irgendwann muss jede*r einsehen, dass obdachlose Menschen oftmals körperlich so geschwächt sind, dass sie im Winter in den ihnen zugewiese nen Einrichtungen verbleiben müssen, um einen tatsächlichen Schutz gewährleisten zu können.“


Den Antrag finden Sie im Anhang.