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16. Dezember 2016

Obdachlosenhilfe darf nicht ausgebremst werden

Bereits im Juli 2016 stellte der Verein Hoffnung e. V. einen ersten Antrag beim Bezirksamt auf Genehmigung seines Hilfsprojekts. In den Langen Mühren, direkt in der Hamburger Innenstadt, verteilen die Mitglieder sonntags Kleiderspenden an bis zu 400 obdach- und wohnungslose Menschen, bieten medizinische und hygienische Versorgung sowie Begleitung zu Behörden an. Damals im Sommer lehnte das zuständige Fachamt ihren Antrag ab. Die Ehrenamtlichen des Projekts vermuten, dass die City sauber gehalten werden soll und man ihnen deshalb die Hilfe vor Ort nicht genehmige.
Am 05.12.16 stellten sie nochmals den Antrag auf Genehmigung ihres Standortes in der Innenstadt. Bisher ist noch keine Entscheidung ergangen und der Antrag wird geprüft. Ihr Anliegen stellten die engagierten HelferInnen auch dem Cityausschuss vor.

Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte begrüßt das ehrenamtliche Engagement des Projekts „Zwischenstopp Straße“ ausdrücklich. Wir wünschen uns einen Fortbestand dieses Angebots, denn die staatlichen Hilfen für Obdachlose in Hamburg reichen bei Weitem nicht aus. Die Kapazitäten der Tagesaufenthaltsstätten und Plätze im Winternotprogramm sind angesichts der geschätzten über 2000 obdachlosen Menschen in unserer Stadt bei Weitem nicht ausreichend. Besonders an den Wochenenden finden die Menschen keine Zuflucht. Hier ergänzt das an Sonntagen angebotene Projekt „Zwischenstopp Straße“ bereits bestehende Hilfsprojekte und soziale Träger. Die sehr gute Annahme der Hilfe durch die Betroffenen macht deutlich, wie notwendig diese Arbeit ist. Eine weitere Vernetzung mit anderen Trägern und sozialen Institutionen ist erstrebenswert. Ina Morgenroth, für DIE LINKE im Cityausschuss: „Wir erwarten, dass das Bezirksamt und der Bezirksamtsleiter ein Fortbestehen dieses Angebotes sichern und das Gespräch mit dem Verein suchen wird.“


Rückfragen Ina Morgenroth