Bereits im Januar 2010 hatte DIE LINKE im Regionalausschuss Horn/ Hamm/Borgfelde einen Antrag eingebracht, um die WC-Frage im Hammer Park voranzutreiben. Viele ParkbesucherInnen suchen das Gebüsch auf, um ihre Notdurft dort zu verrichten. Vor Jahren wurde die WC-Anlage am Spielplatz abgerissen. DIE LINKE forderte in ihrem Antrag dazu auf, nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine neue WC-Anlage im Park zu suchen und bis zu deren Errichtung die Toiletten der angrenzenden Sportanlage auszuschildern und für die ParkbesucherInnen zu öffnen. Die anderen Fraktionen signalisierten Wohlwollen, baten aber um eine Vertagung. So stand der Antrag in der Februarsitzung erneut zur Abstimmung, in der von Zustimmung nichts mehr zu merken war. Die SPD und GAL stimmten gegen den Antrag, die CDU enthielt sich. Man verwies auf einen Beschluss der Bezirksversammlung von 2008, in dem zum Investitionsplan Hammer Park beschlossen wurde, die WC´s in der Sportanlage zu sanieren sowie nach Möglichkeiten zu suchen, den Neubau einer Anlage am Spielplatz durch „erhöhte Werbeeinnahmen“ finanzieren. Außerdem seien die WC´s in der Sportanlage als „Interimslösung“ nicht gewollt.
DIE LINKE stellt fest: Seit Oktober 2008 ist in der WC-Frage nichts geschehen. Auf einer öffentlichen Anhörung zum Investitionsplan im Sommer 2009 beschwerten sich AnwohnerInnen darüber, dass die WC´s in der Sportanlage immer verschlossen seien. Des Weiteren informierte die Verwaltung darüber, dass es bisher kein Finanzierungs- und Betreiberkonzept für Toiletten am Spielplatz gäbe. In der ersten Sitzung des Regionalausschusses im September 2009 sagte ein Vertreter der BSU aus, dass die WC-Anlage im Hammer Park nicht auf der Prioritätenliste stehe.
Zu den „erhöhten Werbeeinnahmen“ gibt es keine klare Aussage.
Sandra Clemens, Abgeordnete aus Hamm: „Die Situation im Hammer Park ist nach wie vor äußerst schwierig. Wir geben uns mit den vagen Versprechungen und unklaren Aussagen nicht zufrieden und bleiben weiterhin am Ball.“ DIE LINKE ist im Übrigen der Meinung, dass die WC´s in der Sportanlage so lange genutzt werden sollten, bis eine neue Anlage beim Spielplatz steht. Dies setzt natürlich voraus, dass die Sportanlage regelmäßig von einem Platzwart betreut wird, was in den letzten Monaten nicht im vollen Umfang gewährleistet war. Eine neue Anlage am Spielplatz sollte durch städtische Mittel solide finanziert und behindertengerecht ausgestattet sein.