Durch Zufall wurde bei Bremen ein Atommülltransport aus dem Hamburger Hafen kommend gestoppt. Aufgefallen war der Polizei ein von außen sehr marode anmutender LKW. Nachforschungen der Linksfraktion in der Bürgerschaft ergaben, dass jährlich hunderte von solchen Transporten unangemeldet und ohne besondere Vorsichtmaßnahmen über Hamburgs Straßen mitten durch Wohngebiete befördert werden.
Die Mitglieder der LINKEN in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und vor allem die Regionalausschussmitglieder Wilhelmsburg-Veddel der LINKEN sind entsetzt und maßlos verärgert.
„Der Schrott-LKW, der dort gestoppt wurde, wird, wenn er im Hamburger Hafen gestartet ist, mit Sicherheit auf seinem Weg zur Autobahn A1 mitten durch Wilhelmsburg gefahren sein. Ein Unfall mit einem solchen LKW, bei dem radioaktive Substanzen austreten, würde im Umkreis von fünf Kilometern das gesamte Gebiet verseuchen. Unglaublich, dass man die Bevölkerung in Wilhelms-
burg solchen Gefahren aussetzt, ohne auch nur einen Gedanken an Katastrophenpläne zu verschwenden.“ So Manfred Schubert Mitglied im Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel der LINKEN.
„Die Behörden müssten wissen, welchen Gefahren die Bevölkerung hier fast täglich ausgesetzt ist. Aber es wird nicht einmal überprüft, wann und wo diese Transporte stattfinden. Die Transportmittel werden auf ihre Tauglichkeit, wie jetzt ebenfalls bekannt wird, nicht einmal überprüft. Deshalb werden wir in allen Regionalausschüssen von Hamburg-Mitte beantragen, solche Transporte mitten durch Hamburg generell zu verbieten“. Kündigen Stefan Dührkop und Ronald Wilken, ebenfalls Mitglieder der LINKEN im Regionalausschuss, an.
Christine Wolfram auch Mitglied im Regionalausschuss der LINKEN fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich am 24.04.2010 an der 120 Km Antiatom-Menschenkette von Krümmel nach Brunsbüttel, die zum Teil mitten durch Hamburg geführt wird, zu beteiligen. „Nur so kann man darauf aufmerksam machen, dass die Atomkraft und die Entsorgung des daraus entstehenden Abfalls nicht beherrschbar sind. Vor allem wenn man jetzt feststellen muss, dass das Risiko eines Unfalls, mit verheerenden Folgen, offensichtlich billigend in Kauf genommen wird“.
Rückfragen: Renate Hercher-Reis 040/70012033 – Ronald Wilken 0178/2722434