9. März 2013

Winternotprogramm – das übliche Desaster

Hillgruber Hochhäuser Spaldingstraße: Hier findet ein Teil des Winternotprogramms statt Foto: Initiative Münzviertel

Wie im vergangenen Jahr begann das Winternotprogramm für Menschen ohne Obdach mit großem Optimismus der Behörde (BASFI).

Maximal 160 Menschen sollten in der Spaldingstraße untergebracht werden, nach einer Woche waren es wieder über 200. Und sage niemand, das sei eine Überraschung gewesen, denn die Zahl der Menschen, die auf das Programm angewiesen sind, war wohlbekannt. Immerhin hat die Einbeziehung der MünzviertlerInnen diesmal besser funktioniert als im vergangenen Winter.

Geradezu zynisch mutet aber die in der Presse veröffentlichte Ansage des Sozialsenators an, der Zoll möge überprüfen, wer von diesen Menschen womöglich irgendwo arbeitet: Es ist leider ebenso bekannt, dass die hier gemeinten Menschen aus Südosteuropa oft als Scheinselbstständige zu wahren Hungerlöhnen arbeiten, die ein angemessenes Obdach unbezahlbar machen.

DIE LINKE. fordert Senat und Verwaltung auf, endlich rechtzeitig die notwendige Anzahl von Übernachtungsplätzen bereit zu stellen. Und nicht nur das, auch die Tagesaufenthaltsangebote z.B. im Herz-As müssen ausgeweitet werden. Das ist ein Gebot der Menschlichkeit und dafür muss auch Geld in die Hand genommen werden.