ESSO-Häuser – Kaputtbesitzen darf sich nicht lohnen!

Der Abriss hat schon begonnen … Foto: Jonas Walzberg (mittendrin)

Vor einigen Jahren erwarb die „Bayerische Hausbau“, ein Unternehmen der Schörghuber-Gruppe (bekannter Strauß-Spezi), die so genannten ESSO-Häuser am Spielbudenplatz. Das geschah von vornherein mit der festen Absicht, die Häuser abzureißen und sehr viel verdichteter neu und zum großen Teil hochpreisig zu bauen. Deshalb wurde die ungute Tradition der Vorbesitzer- Familie, nämlich die Häuser verrotten zu lassen und keinerlei Instandhaltung oder gar Instandsetzung vorzunehmen, nahtlos fortgesetzt.

In der richtigen Erkenntnis, dass dies ein umstrittenes Projekt sein würde, gab es seitens der „Hausbau“ viele – von einem externen Moderator begleitete – Gespräche mit der dortigen BewohnerInnen-Initiative, aber auch mit der Kommunalpolitik und u.a. dem damaligen Bürgerschaftsabgeordneten Andy Grote. In diesen Gesprächen hat sich DIE LINKE immer klar und eindeutig für die Instandsetzung und den Erhalt der Häuser ausgesprochen, auch dann noch, als andere nur noch über die Wohnraumversorgung der „freigesetzten“ MieterInnen diskutierten und immer mehr Verständnis für die „wirtschaftliche Unzumutbarkeit“ des Erhalts aufbrachten.

So hat es schon mehr als ein G’schmäckle, dass nunmehr – nach mehr als 20 Jahren ohne jede nennenswerte Instandhaltungsinvestition – die Häuser als nicht mehr standsicher gelten und abgerissen werden. Unter anderem deshalb sagen wir mit der Initiative: Kaputtbesitzen darf sich nicht lohnen! Wenn schon Abriss, dann Neubau mit 100% geförderten Wohnungen und günstigen Mieten für die rückkehrwilligen Gewerbemieter. Ein Antrag von uns in der Bezirksversammlung mit diesem Tenor wurde im Dezember – wen wundert’s? – gegen die Stimmen der LINKEN und der Piraten abgelehnt.


Bernhard Stietz-Leipnitz, Mitglied im Bauausschuss